Komm, wir gehen ins Licht

Das Pflänzchen

Ein Pflänzchen bricht jetzt sacht hervor,
schau, dort tritt `es durch´s Erdentor.
Fast zögerlich will `s uns erscheinen:
Es will sich mit dem Licht vereinen.

Ein anderes will das nicht wagen:
„Ich bleibe hier,“ hört man es sagen.
„Draußen könnt `s gefährlich sein,
darauf lass ich mich nicht ein.“

Das erste strebt dem Licht entgegen,
das macht es stark, bringt ihm den Segen.
Und endlich wird es offenbar:
Die Pflanze blüht, wie wunderbar!

Den and´ren Samen, der nicht munter,
scharrt dann ein Huhn und schluckt es runter.
So nimmt das Leben keine Wende,
bevor´s begann, ist es zu Ende.

Was lernen wir aus diesen Zeilen?
Wer mutlos ist, der will verweilen.
Will nicht voran, will nur verwalten,
und was er hat, will er behalten.

Das ist nicht Gesetz des Lebens,
wer so tut, der lebt vergebens.
Ohne Wachsen geht es nicht,
Wachstum weist den Weg ins Licht.

Das Leben ist dann nicht mehr leer.
Mach´ mehr aus uns, o Gott, noch mehr,
lass uns dem Freund Vertrauen geben,
dann blühen wir, dann blüht das Leben.

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Das Pflänzchen.pdf

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